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23.04.2014

Schaumburger Nachrichten vom 23.04.2014

Schaumburger Nachrichten vom 23.04.2014

Steinhude / Fünfmal Wachstum hinter Glas
Kunstausstellung „Durch-Blicke 2014“ auf dem Wilhelmstein 
23.04.2014 20:06 Uhr

Bisweilen extreme Wachstumsprozesse, dargestellt von fünf Künstlerinnen, bilden in dieser Saison das Thema „Im Treibhaus“ der Kunstausstellung „Durch-Blicke“ in den fünf Glashäusern auf dem Wilhelmstein. Die Vernissage beginnt am Sonntag, 4. Mai, um 12 Uhr, es spricht Kristina Tieke.

 
Von Jan Peter Wiborg
Steinhude. Fünf Frauen präsentieren in den Glashäusern ihre künstlerischen Positionen. Fast alle Künstlerinnen kommen aus Berlin oder dem Umkreis von Berlin. Zu ihnen gehört auch Frauke Danzer mit ihrer Installation „Helden des Himmels? “, die aus einer fiktiven Brutkolonie geflügelter Kreaturen besteht. Es können manipulierte menschliche Wesen oder beflügelte Heilsbringer sein, sagt die Künstlerin, die Bewertung dieser neuen Spezies liege allein beim Betrachter.
Marina Schreiber („Koralline Mantelzellen“) benutzt das Gewächshaus als Terrarium für ihre Drahtskulpturen aus elektronischen Bauteilen. Sie finden Halt an den Wänden und der Decke und sollen den Betrachter in ihren abstrakten Formen an biomorphe ozeanische Geschöpfe erinnern. Mit ihrer Installation „Bitte nur im Dunkeln gießen“ irritiert Martina Becker die Wahrnehmung des Publikums. Auf den ersten Blick scheint es ein Gewächshaus zur Kultivierung exotischer Pflanzen zu sein. Bei näherer Betrachtung jedoch wirkt es verlassen und verwildert.
Maria Fieseler-Roschat verwendet für ihre Installation „Mare Nostrum“ Materialien, ohne die in unserem Alltag nichts mehr ginge: unvergängliches Plastik, ein wichtiger Sekundär-Rohstoff in der Industrie, in der Kunst zum Kunstwerk recycelt. Die Objekte ihrer Installation hängen von der Decke des Glashauses, schweben spielerisch in der Luft und bedecken den Boden.
Zentrales Thema der Kunst von Sabine Fassl im „Modul der Serie XI“ ist die Natur, und auch das Verhältnis von Natur, Kultur und Naturwissenschaften und den damit verbundenen moralischen und ethischen Fragen: Was darf der Mensch und was nicht? „Mich interessieren jegliche Versuche des Menschen, das Chaos in der Natur, in welcher Form auch immer, zu fassen und zu verstehen“, sagt Fassl.
Die Ausstellung beginnt mit der Vernissage am 4. Mai und ist bis Mitte Oktober auf dem Wilhelmstein zu besichtigen. Der Eintritt ist frei, die Überfahrt ist kostenpflichtig. Weitere Informationen sind unter www.meerkunstraum.de abrufbar.

 

 
Impressionen