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Schaumburger Nachrichten vom 20.05.2012

Schaumburger Nachrichten vom 20.05.2012

Die Häuser selbst sind die Protagonisten der Ausstellung des Künstlers Timm Ulrichs, die am Sonntagmorgen auf dem Wilhelmstein im Steinhuder Meer eröffnet wurde. Hunderte Kunstbegeisterte waren mit dem Boot zur Vernissage auf die ehemalige Inselfestung gekommen, um die fünf neuen Werke des bekannten Künstlers zu begutachten.

 

Steinhude (jw). Im Zusammenhang mit der Kunstveranstaltungsreihe „Durch-Blicke“ des Steinhuder Vereins „Meerkunstraum“ präsentiert Ulrichs bis Oktober seine Werke auf der Insel. Der Kunstverein öffnet mit „Im Glashaus“ bereits zum neunten Mal eine Ausstellung auf dem Wilhelmstein. Ausgangssituation einer jeden Ausstellung sind dabei fünf Glashäuser, die auf der Insel verteilt stehen. Mit, an oder in diesen Häusern entwickeln die Künstler dann ihre Werke.

„Anpassung an die Umgebung ist meist die beste Tarnung“, erläuterte der Kunstkritiker Michael Stoeber das „getarnte Haus“ des Künstlers. Mit einer spiegelnden Außenhülle überzogen zeigt es seine natürliche und malerische Umgebung auf der Insel in Verdopplung. Aus dem richtigen Blickwinkel betrachtet, fällt das Haus auf der Wiese kaum noch auf. „Das Besondere an Ulrichs Häusern ist, dass er nicht wie die Künstler, die zuvor hier waren, das Gebäude als eine Vitrine für seine Kunst nutzt. Er macht die Häuser zu Prota-gonisten seiner Kunst“, erklärte Stroebe während der Eröffnung bei sommerlichen Temperaturen.

Eine weitere Besonderheit waren die Klänge und Bewegungen, die Ulrichs in die Häuser eingebaut hat. Im „zitternden Haus“ ist ein Glastisch mit zahlreichen Gläsern zu sehen, der bei sich nähernden Gästen zu zittern beginnt. In allen Häusern veranschaulicht der Künstler unterschiedliche, menschenähnliche Züge und Gefühle.

Die Ausstellung ist noch bis Oktober rund um die Uhr auf dem Wilhelmstein zu sehen. Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenlos, die Überfahrt mit dem Boot jedoch nicht.

Zum Artikel der Schaumburger Nachrichten geht´s hier.

 

 
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